{"id":253,"date":"2019-04-28T20:42:34","date_gmt":"2019-04-28T18:42:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=253"},"modified":"2019-05-02T12:48:00","modified_gmt":"2019-05-02T10:48:00","slug":"das-dorf-in-der-preussenzeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=253","title":{"rendered":"Das Dorf in der Preu\u00dfenzeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Das 19. Jahrhundert zeigt\nuns ein anderes Enkesen. Die Grafschaft Mark ging nach den Napoleonischen\nKriegen an Preu\u00dfen. Au\u00dferdem wurde der Klosterbesitz aufgehoben. In Preu\u00dfen gab\nes bald nach 1800 eine allgemeine Bauernbefreiung. Das hei\u00dft nicht, dass jeder\nBauer nun auf eigenem Grund ein gutes Auskommen hatte. Mancher Bauer wird die\nUnterst\u00fctzung des Grundeigent\u00fcmers in Notzeiten vermisst haben. Auf der anderen\nSeite gab es jetzt zumindest etwas Selbstverwaltung in der d\u00f6rflichen Gemeinde.\nEnkesen z\u00e4hlte zum Bezirk Borgeln-Schwefe und hatte eine eigene\nGemeindeversammlung. Absprachen \u00fcber bestimmte Dorfgeschehnisse hat es sicher\nauch fr\u00fcher schon gegeben, sind aber nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es galt in Enkesen nun das\nDreiklassenwahlrecht und das Steuersystem des preu\u00dfischen Staates. So wissen\nwir f\u00fcr eine Reihe von Jahren, wie viel Vieh jeder Bauer hatte, wie gro\u00df Weide,\nWald und Feld waren oder wie viele Obstb\u00e4ume im Dorf standen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Soester Stadtarchiv\nfindet sich zudem unter der Signatur C 3112 ein Protokollbuch \u00fcber\nGemeindeversammlungen der Enker Gemeinde zwischen 1845 und 1920. Viele\nVerhandlungen waren es nicht. Beraten und protokolliert wurden etwa die\nNeuansiedlung eines Bauern, die Unterst\u00fctzung einer alleinstehenden Frau oder der\nWegebau. Diese Gemeindeversammlung setzte sich aus Vertretern der drei Klassen\ndes Dorfes zusammen. Das waren alles Bauern, wobei die Hofgr\u00f6\u00dfe \u00fcber die\nZuordnung zur Steuerklasse entscheidet. Die kleinen K\u00f6tter und Handwerker\nhatten kein Stimmrecht. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Dorfversammlung\nfragten im Februar 1865 die Witwe Kipp und ihr Sohn Wilhelm an, ob der Bau\neines Hauses auf dem Grundst\u00fcck des Landwirtes Teiner rechtens sei. Da gegen\ndie beiden nichts \u201ezuerinnern\u201c war, sie also einen guten Leumund hatten, wurde der\nBau gew\u00e4hrt. Es entstehen die ersten Geb\u00e4ude des heutigen Hofes Droste. Der Hof\nentstand auf der Feid, vermutlich einer alten Bezeichnung f\u00fcr das V\u00f6hdeland,\ndem Gemeindeland Enkesens. Dieses Gemeindeland wurde von den Bauern gemeinsam\ngenutzt, abwechselnd 5 Jahre als Weide f\u00fcr das Vieh und 5 Jahre als Acker im\nBesitz einzelner Bauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das Dorf zu dieser Zeit\nungef\u00e4hr ausgesehen hat, kann man auf der Urkatasterkarte von 1828 sehen. Da\nwohnten die Familien Teiner, Goswind, Str\u00e4ter, G. Wiemer, Krolle, Esken,\nHagedorn, Leifert und H. Wiemer. Auf der Feid gab es au\u00dferdem noch den Hof\nGeorg Teiner, wo sich heute das Haus Risken befindet. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Dorf war schon damals im Wesentlichen zweigeteilt. Im sogenannten Unterdorf lagen die gr\u00f6\u00dferen Bauernh\u00f6fe, vermutlich seit Jahrhunderten an derselben Stelle. Hier finden wir auch den Enkerbach und einige kleine Teiche. Im sogenannten Oberdorf finden sich auf engem Raum eine Reihe von Kotten und kleinen H\u00e4usern. Die Stra\u00dfen waren in etwa schon so angelegt, wie sie heute noch zu sehen sind; sie hatten auch die selben Bezeichnungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Heiko Droste <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 19. Jahrhundert zeigt uns ein anderes Enkesen. Die Grafschaft Mark ging nach den Napoleonischen Kriegen an Preu\u00dfen. Au\u00dferdem wurde der Klosterbesitz aufgehoben. In Preu\u00dfen gab es bald nach 1800 eine allgemeine Bauernbefreiung. Das hei\u00dft nicht, dass jeder Bauer nun auf eigenem Grund ein gutes Auskommen hatte. 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