{"id":249,"date":"2019-04-28T20:41:00","date_gmt":"2019-04-28T18:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=249"},"modified":"2019-05-02T12:50:23","modified_gmt":"2019-05-02T10:50:23","slug":"steuern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=249","title":{"rendered":"Steuern"},"content":{"rendered":"\n<p>Etwas n\u00e4her kommen wir den\nMenschen vor einigen Jahrhunderten vor allem in Steuerregistern. Auch hier geht\nes um Besitz, denn alle sollten Steuern nach ihrer Leistungsf\u00e4higkeit zahlen.\nDie \u00e4ltesten Steuerregister stammen aus dem 16. Jahrhundert. <\/p>\n\n\n\n<p>Erste Angaben zu einzelnen\nBauernh\u00f6fen sind daher vor allem aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten. Bei\nden Erhebungen der T\u00fcrkensteuer zwischen 1532 und 1548 wurden alle\nsteuerpflichtigen Bauern Enkesens und auch dort ans\u00e4ssige Handwerker angef\u00fchrt:\nIm Jahr 1532 wurden in Enkesen etwa Johann Kipp mit einem Knecht und einer Magd\nzur Steuer veranschlagt, Johan Teiner, Hermann Woisthoff mit Knecht und Magd,\nHeinrich und Johan Herdringes, Heinrich Wiemer und Herman Risse. Dabei zahlte\nBauer Kipp ungef\u00e4hr so viel Steuern wie der Rest der Dorfbev\u00f6lkerung zusammen;\ner war mit Abstand der reichste und wohl auch angesehenste Bauer im Dorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo die einzelnen H\u00f6fe\ngelegen haben, ist leider auch f\u00fcr die folgenden Jahrhunderte nicht sicher\nauszumachen. Ebenso unklar ist, ob die H\u00f6fe Kipp, Wiemer und Risse, die sich\nauch in den n\u00e4chsten Jahrhunderten immer wieder finden, im Besitz dieser einen\nFamilie geblieben sind oder eventuell an andere Zweige der gleichen Familie\ngegangen sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Das T\u00fcrkensteuerregister\naus dem Jahr 1538 wurde angelegt, weil der Kaiser Geld f\u00fcr einen Kriegszug\ngegen die T\u00fcrken ben\u00f6tigte. Es f\u00fchrt mehr Namen auf als \u00fcblich. Eventuell wurde\naus einem erh\u00f6hten Geldbedarf des Heiligen R\u00f6mischen Reiches heraus nicht nur\ndie Bauernschaft besteuert, sondern auch K\u00f6tter und Tagel\u00f6hner. Neben den Namen\ntauchen aber keine Berufsbezeichnungen auf, so dass h\u00f6chstens aus dem zu\nzahlenden Betrag auf die jeweilige soziale Position geschlossen werden kann.\nJohann Kipp zahlt 24 Gulden, Johann Teiner 5 Gulden, Heinrich Wiemer 2 Gulden,\nHermann Woisthoff 6 Gulden, dessen Knecht 6 Schilling, dessen Magd 1 Schilling,\nJohann Herdringes 2 Gulden, Hermann Luysche 7 Gulden, Heinrich Herdringes 2\nGulden, Hermann Buyssemann 6 Schilling, Severn Dorendall 3 Gulden, Heinrich\nBussemann 1 Gulden, Bernt Kipp 2 Gulden, Dietrich Cordes 1 Gulden, Tigges\nCordes 1 Gulden, Johann von Cann 2 Gulden, Albert Grote 3 Schilling und Johann\nSalm 3 Schilling. <\/p>\n\n\n\n<p>Das erste B\u00f6rdekataster\nwurde 1685 vom Rat der Stadt Soest in Auftrag gegeben, vermutlich um die\nBesteuerung der D\u00f6rfer besser ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Die Stadt, die die\nHerrschaft \u00fcber das Territorium &#8222;B\u00f6rde&#8220; aus\u00fcbte, zog hier die Steuern\nein, die sie dem Herzog von Kleve zahlen mussten. Die B\u00f6rde bezeichnet im\n\u00fcbrigen den Rechtsbezirk der Stadt Soest und nicht urspr\u00fcnglich die fruchtbare\nLandschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem von Marga Koske herausgegebenen B\u00f6rdekataster finden sich genaue Aufstellungen \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe, die Art und die Abgaben f\u00fcr den jeweiligen Hof. Im Jahr 1767\/68 verf\u00fcgte das Kloster Paradiese \u00fcber 5 Hofstellen in Enkesen, deren gr\u00f6\u00dfte der Bauer Kipp bewirtschaftete. Sie umfasste 137 Morgen. Es folgten Wiemer mit 41 Morgen, 75 Ruthen, Bals mit 42 Morgen und 75 Ruthen, Johann Henrichs mit 46 Morgen und Teiner mit 9 Morgen. Einzig der Hof L\u00fcsse geh\u00f6rte zum Kloster \u00d6hlinghausen; er umfa\u00dfte 67 Morgen und 50 Ruthen. Das Dorf Enkesen insgesamt verf\u00fcgte somit \u00fcber 416 Morgen und 75 Ruthen. Das ist wesentlich mehr als die 6 H\u00f6fe zusammen hatten. Bei dem verbleibenden Rest handelte es sich vermutlich um Gemeindebesitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Heiko Droste <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwas n\u00e4her kommen wir den Menschen vor einigen Jahrhunderten vor allem in Steuerregistern. Auch hier geht es um Besitz, denn alle sollten Steuern nach ihrer Leistungsf\u00e4higkeit zahlen. Die \u00e4ltesten Steuerregister stammen aus dem 16. Jahrhundert. Erste Angaben zu einzelnen Bauernh\u00f6fen sind daher vor allem aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten. 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