{"id":243,"date":"2019-04-28T20:38:35","date_gmt":"2019-04-28T18:38:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=243"},"modified":"2019-05-02T12:46:47","modified_gmt":"2019-05-02T10:46:47","slug":"einleitung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=243","title":{"rendered":"Einleitung"},"content":{"rendered":"\n<p>Enkesen \u2013 ein Dorf wird sichtbar<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1282 schenkte Ritter Wessel von Galen\ndem Kloster in Paradiese einen Hof in Enkesen. Dort gab es seit ungef\u00e4hr 1250 ein\nDominikanerinnenkloster. Die\nNonnen versprachen im Tausch f\u00fcr das Gut, sich um das Seelenheil des Ritters zu k\u00fcmmern. Sie baten f\u00fcr ihn und\nseine Seele. Weitere Schenkungen und Verk\u00e4ufe in Enkesen liegender G\u00fcter sind\naus den Jahren 1297, 1300, 1330, 1362, 1374, 1379 und 1393 bekannt. Damit tritt\nEnkesen ungef\u00e4hr gleichzeitig mit anderen D\u00f6rfern in der Gemeinde Schwefe ans\nTageslicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Ritter hatte nach\ndamaliger Vorstellung die Aufgabe, mit dem Schwert das Leben der Nonnen wie\nBauern zu sch\u00fctzen. Daf\u00fcr erhielt er vom Erzbischof von K\u00f6ln L\u00e4ndereien, auf\ndem Bauern Landwirtschaft betrieben. Das war ihre Aufgabe. Sie besa\u00dfen ihre\nH\u00f6fe nicht und bezahlten daher eine Art Pacht in Form von Getreide und Vieh\nsowie Arbeitsdiensten. Die Nonnen hatten die Aufgabe, f\u00fcr das Seelenheil der\nbeiden anderen St\u00e4nde zu beten. Daf\u00fcr erhielten sie das Land. Am Ende besa\u00df das\nKloster Paradiese nahezu das gesamte Dorf Enkesen und so blieb es bis zur\nAufl\u00f6sung des Klosters am Anfang des 19. Jahrhunderts. <\/p>\n\n\n\n<p>Enkesen wurde also\nsichtbar, als die Kirchengemeinde in Schwefe und das Kloster in Paradiese\nentstanden. Das Dorf war vermutlich wesentlich \u00e4lter, aber unsichtbar, weil der\nRitter wie seine Vorg\u00e4nger \u2013 vor allem auch die Bauern \u2013 mit Sicherheit nicht\nschreiben konnten und kein Archiv hinterlassen haben. Das Archiv des Klosters interessierte\nsich nur f\u00fcr den Besitz und die Abgaben, die f\u00fcr diesen zu zahlen waren.\nManchmal, sehr selten, findet man auch Angaben zu Gerichtsprozessen. Der Alltag\nkommt hingegen nie vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie die Bauern in Enkesen\ngelebt haben, wie sie hie\u00dfen, woher sie kamen und wohin sie gingen, dar\u00fcber\nwissen wir auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrhunderte nicht viel. Vermutlich waren die\nersten Enker sehr mobil, wie wir heute auch. Die Stadt Soest wird manch\n\u00fcberz\u00e4hligen Sohn und viele T\u00f6chter aufgenommen haben. Es galt den Hof zusammen\nzu halten, nur der \u00c4lteste erbte. So wie heute auch wurde ins n\u00e4chste Dorf\ngeheiratet.<\/p>\n\n\n\n<p>Stabil waren vielmehr die Besitzverh\u00e4ltnisse. Sie wurden im Archiv festgehalten. Die Zahl der H\u00f6fe hat sich bis ins 20. Jahrhundert kaum ver\u00e4ndert. Der neue P\u00e4chter \u00fcbernahm den Hof, die Arbeit mit ihren Abgaben an das Kloster \u2013 und oft auch den Hofnamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heiko Droste<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Enkesen \u2013 ein Dorf wird sichtbar Im Jahr 1282 schenkte Ritter Wessel von Galen dem Kloster in Paradiese einen Hof in Enkesen. Dort gab es seit ungef\u00e4hr 1250 ein Dominikanerinnenkloster. Die Nonnen versprachen im Tausch f\u00fcr das Gut, sich um das Seelenheil des Ritters zu k\u00fcmmern. Sie baten f\u00fcr ihn und seine Seele. Weitere Schenkungen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/www.enkesen.de\/?page_id=243\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEinleitung\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-full-width.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-243","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=243"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":263,"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions\/263"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.enkesen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}